Fledermausflug

50 Millionen Jahre nächtlicher Blindflug

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Fledertiere sind faszinierende Tiere: Sie fliegen mit den Händen, "sehen" mit den Ohren und schlafen kopfüber. Seit fast 50 Millionen Jahren nutzen sie hoch auflösende Ultraschallrufe, um sich in der Dunkelheit zu orientieren und ihre Beute im Flug zu orten. Dank dieser genialen Anpassung gehört ihnen der nächtliche Luftraum mit seinen unzähligen Fluginsekten beinahe alleine.

Der Flug der Fledermäuse unterscheidet sich in seiner Dynamik grundlegend vom Vogelflug. Während die Handknochen im Vogelflügel stark miteinander verschmolzen und dadurch vergleichsweise starr sind, verfügen Fledermäuse über bewegliche Hand- und Fingergelenke - mehr als 20 pro Flügel. Diese lassen sich aktiv in alle drei Dimensionen bewegen.

Bei jedem einzelnen Flügelschlag passen Fledermäuse ihre hochelastische Hautmembran an die jeweilige Flugsituation an. So können sie ihre Flügelform fortwährend verändern und auf kleinste Bewegungen und Hindernisse reagieren. Diese außergewöhnliche Beweglichkeit ermöglicht ihnen einen extrem wendigen Flug - selbst auf engstem Raum.

 

 

Stephen Dalton, der Pionier und Altmeister der Kurzzeitfotografie legte 2020 seine über Jahrzehnte gesammelten Erfahrungen vor: Stephen Dalton (2020): Capturing Motion - My Life in High-Speed Nature Photography. 192 S. A Firefly Book.

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Alle gezeigten Fotos sind im Rahmen von behördlich genehmigten Fangaktionen direkt im Gelände entstanden.

Fledermäuse sind schwer zu fotografieren, entsprechend selten sieht man Portfolios dieser Artengruppe. Carsten Braun hat ein sehenswerte Serie erarbeitet.